Auf dem Weg nach Ibiza zum zweiten

Gestern sind wir mit Jorge und Conchi von unserem Cabrera-Ausflug zurueckgekommen. Der
Ausflug war sehr schoen, die beiden scheinen es genossen zu haben und sie haben sich selber als sehr gute Crew erwiesen. Seefest und ‚gschaffig‘. Und in der Bucht von Cabrera durften wir sogar Jorges Flamenco-Singkuensten lauschen. Das waren aber nicht die einzigen Laute, welche wir von uns gegeben haben. Am naechsten Tag witterten wir hinter jedem, der uns auf der Insel begegnete, einen Nachbarn, den wir um seinen Schlaf gebracht hatten. Vielen Dank Euch beiden, fuer die schoenen Stunden! In Palma haben wir die Gaeste kurz aussteigen lassen und sind gleich wieder los. Allerdings nur bis Illetas (ja, schon wieder). Dort wollten wir uns fuer die naechtliche Ueberfahrt nach Ibiza startklar machen. Kochen, essen, schwimmen (=abkuehlen), aufraeumen etc.
Das haben wir dann auch gemacht. Um 21.45 gingen wir dann Anker auf und kurz danach segelten wir schon. Mittlerweile laeuft es so rund wie noch selten zuvor. 9 Knoten Wind und wir fahren mit 5.5 Knoten. Ob das am neuen Antifouling liegt oder der Tatsache, dass wir etwas entruempelt haben? Auf jeden Fall hat es auch kaum Welle, so dass wir einfach nicht gebremst werden. Es liegen nun 50sm vor uns mit direkt anlegbarem Kurs auf Ibiza bzw. Sta Eulalia, einer Stadt kurz vor Ibiza Stadt.
Es waere fast nicht normal, wenn es so einfach weiterginge. Eigentlich ist Wind aus Nord angesagt fuer spaeter, auch ok, aber den haben wir noch nicht. Mal sehen, was uns die Nacht noch bringt. Gleich ist Mitternacht, und die Sternlein funkeln am Himmel, waehrend ein Flieger nach dem anderen Touristennachschub auf die Insel fliegt.
Update 02.40 Uhr: der Winddreher ist gekommen und wir machen ihn schoen mit, nachdem wir eine Wende gemacht hatten und nun langsam aber sicher den Kurs korrigieren koennen, bis er wieder passt. Alles extrem ruhig draussen, kaum Verkehr, keine Fischer (evtl. weil Sonntag Nacht? Am Montag gibt es auf alle Faelle jeweils keinen Fisch auf den Maerkten). Noch fehlen 43 Meilen.

Nun, dieser Bericht wollte einfach nicht raus waehrend der Nacht. Nun sind wir schon angekommen, so gegen Mittag und liegen vor Anker in Sta Eulalia. Es ist weiterhin drueckend heiss, das Wasser lauwarm, wir leiden ein wenig. Abends wirds jeweils besser.
Von draussen toenen von jeder Kneipe andere Welthits an unsere Ohren, Party ueberall. Uns soll’s Recht sein, wir brauchen nun eine ordentliche Kappe Schlaf.

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