Langusten, Korallen und Hitze

Der Wind bleibt weiterhin aus, die Sonne scheint unerbittlich auf die September nieder. Schatten ist rar. Wir liegen wieder an einem ziemlich einsamen Ort. Dennoch taucht ploetzlich ein Schiff am Horizont auf und legt sich bald in unserer Naehe vor Anker. Franzoesiche Segler. Heute war ein Teil der Crew zeitweise, insbesondere am Morgen, etwas unpaesslich. Der Grund liegt an zuviel lokaler Folklore gestern Abend. Cuba Libre genauer gesagt. So gab es dann heute zwei Ausfluege, jeweils zu zweit. Der erste auf eine Sandbank. Keinerlei Fisch oder sonstiges Leben ausser Seegras weit und breit. Der zweite Ausflug dann geht ans Riff und dort sehen wir dann erstmals in Kuba, dass es auch hier eine Unterwasserwelt gibt, die sich sehen laesst. Bei der Rueckkehr zur September naehern sich Fischerboote. Langusten werden angeboten. Als wir sagen, dass wir nicht wuessten, wie man sie zubereitet, bieten die Fischer kurzerhand an, die Langusten auch gleich zubereitet ans Boot zu liefern. Preis 10 CUC plus eine Flasche Rum. Da die Flasche, die wir vorsorglich mit auf den Ausflug genommen hatten, klein war, zahlten wir 11 CUC. Also 11 US-Dollar fuer 3 fangfrische Langusten. Fuer uns nicht viel, in Kuba, wie schon beschrieben ein halber Monatslohn (der dann aber ja doch nur eine Woche haelt). Da wollten wir nicht mal handeln. Geliefert wurde dann rudernd von Edoardo, Johanis und Alberto, inklusive Teller und Gemuese. Und nicht 3, sondern gleich 4 Langusten. Vorher hatte es als Geschenk noch ein paar Fischerhaken fuer den Skipper gegeben, da von den Profis erkannt wurde, dass da lausige Haken am Werk sind. Wir haben uns dann spaeter mit nochmal einer kleinen Flasche Rum und einer Schirmmuetze, die ein Fischer dringend benoetigte, revanchiert. Ein ueberraschender Wunsch waere noch Koerpercreme gewesen. Die Jungs sind den ganzen Tag an der Sonne und im Salzwasser am Langusten tauchen. Da hilft eincremen nach der Dusche. Eine schoene Begegnung. Die Fischer bleiben uebrigens 15 Tage auf See. Der Fang wird ab und zu von einem anderen Schiff abgeholt. Morgen frueh um 05.00 Uhr ist Tagwache. Es geht weiter nach Cayo Blanco de Casilda. Wohl viel mit Motor, Wind ist weiterhin Mangelware.

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