Minca Ecolodge Claraluz

Es beginnt leicht zu regnen, eine Schar Kleinpapageien kreischt auf einem nahen Baum um die Wette, ab und zu sieht man einen winzigen Kolibri nervoes von Bluete zu Bluete fliegen. Rundum Bananenstauden, Kaffeepflanzen und vieles, das wir einfach vom Namen her nicht kennen, aber irgendwo als Gummibaum oder so in einer Stube haben stehen sehen oder sonst irgendwo zu Gesicht bekommen haben. Auf alle Faelle ist alles satt gruen. Wir sitzen mitten drin vor unserer Rundhuette in der Ecolodge Claraluz in Minca. Der Ort liegt rund 20 km landeinwaerts bzw. landaufwaerts von Sta Marta entfernt auf ca 600 müM. Wir sind mit unseren Velos angereist. Nicht ganz anspruchslos die Strecke, zumal wir als Segler ja nicht mehr die Beine von frueher haben (und das Alter mischt auch noch ein wenig mit). Aber wir haben es geschafft und gleich bei der Ankunft zur Belohnung einen Eiskaffee zu uns genommen. Leckerst!!
Nun also vor unserer Huette, die ausser unserem von einem Moskitonetz umspannten Bett nichts enthaelt. Daneben eine kleine Huette mit Dusche und Toilette. Fabelhaft.
Der Regen ist nicht der Rede wert. Gestern und vorgestern hatte es in Sta Marta noch in Stroemen geregnet, was die Stadt schnell unter Wasser setzte (und die Kanalisation komplett ueberforderte).

Wir sind hier alleine, obwohl wir neulich ja Besuch von Oliver und Alan bekommen haben. Nach zwei netten Tagen zusammen (gut, in den Club am Freitag Abend sind sie ohne uns gegangen), haben sie eine Wanderung zu der Ciudad Perdida gebucht. Evtl wurden sie gewaltig verregnet. Am Dienstag, wenn wir alle wieder zurueckkehren oder am Mittwoch wuerden wir gerne noch gemeinsam etwas segeln. Bisher fehlen uns die Papiere dazu noch. Mal sehen, ob das klappt. Sonst halt ohne Papiere.
Bisher gefaellt uns Kolumbien sehr gut. Alles easy, gute Verpflegung, nette Leite und preislich sehr vernuenftig. Etwas auf der heissen und feuchten Seite, deutlich mehr als in den Orten vorher. Aber das ist nun mal so. Auch die Kolumbianer sind Meister der Beschallung in allen Lebenslagen. Sei es in der Stadt in Restaurants (im Touristenzentrum) oder in der Marina oder auch auf dem Weg hoch nach Minca. Sofern es Musik ist, faellt uns auf, dass hier im Gegensatz zu Brasilien und allen besuchten Karibikinseln die Musik noch recht traditionell daher kommt. Wenig Computereinsatz, echte Instrumente und viel guter Gesang. Gefaellt uns. So kann es weiter gehen.

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