Passage-Log Hawaii – Seattle, Tag: 6

Datum:3./4.9.2020
Total NM bisher: 848
Reststrecke NM ca:1774
Etmal (24h-Distanz) jeweils um 2000 UTC: 129
Wassertemperatur:26.4
Windgeschwindigkeit: 22kn
Windrichtung: 180
Stroemung: –
Wetter: freundlich
Sichtungen: zwei Goldmakrelen, Frachter Cap Andreas
Besonderes: zweite Goldmakrele bleibt am Haken, Sturmtief NW von uns Bordstimmungswert (1-10): 7
24-Stunden-Fazit: Trifft uns der Sturm?

Kommentar:
Wieder ein netter Segeltag, zumindest bis abends. Erstmals wieder mal ein Angelversuch. Kaum draussen, sirrt die Schnur auch schon und eine grosse Goldmakrele haengt am Haken. Nach langem Einholen, gelingt es ihr gleich neben dem Schiff, sich vom Haken zu befreien. Lucky loser! Haken wieder rein und wieder wenig spaeter die naechste, etwas kleiner Goldmakrele am Haken. Diese landete schliesslich filetiert im Kuehlschrank. Fisch fuer zwei Tage.
Schon seit einiger Zeit sehen wir auf dem Wetterfile ein oder zwei Tiefs im Nordwesten und nicht unweit von unserer Route Starkwind. Aber wir scheinen eine gute Route zwischen Hoch und Tief zu fahren. Abends, beim taeglichen Wettercall mit Peter Mott von Pacific Maritime Radio in Neuseeland via Kurzwelle, meint er, wir haetten eine etwas schwierige Situation vor uns und muessten bald mit Winden zwischen 20 und 30 Knoten rechnen. 20 hatten wir auch auf der Rechnung, 30 eher nicht. Unsere neuen Daten zeigten immer noch an, dass wir nicht wirklich im Starkwindbereich sein sollten. Der Textwetterbericht gab jedoch eine Sturmwarnung aus, die fuer unseren Bereich 25-40 Knoten beinhaltete. Dann rief ploetzlich auf Funk jemand unseren Schiffsnamen. Ein Frachter – die Cap Andreas – 10sm noerdlich von uns fragte an, ob wir wuessten, dass im Norden sehr schlechtes Wetter komme und ob wir Zugriff auf Wetterinformationen haetten. Sehr nett! Obwohl wir die Daten haben, machte uns das nochmal etwas unsicherer und so entschieden wir uns, das zweite Reff wieder ins Gross zu ziehen und die Genua recht klein zu fahren. Zudem Kursanpassung von 040 auf 060, damit wir noch mehr an den Rand der Zone und eher ins Hoch hinein kommen. Bisher passierte wenig. Die Nacht war ruhig, Wind und Welle haben zwar zugenommen, aber nichts Besonderes. Der Wind kommt ja auch zeimlich achterlich, genau aus Sued. Mit frischen Wetterfiles sind wir heute frue wieder auf den alten Kurs zurueck, aber 20sm versetzt. Die Sturmwarnung ist immer noch aktiv, wir aber immer noch am aeusseren Rand. Wir fahren wieder unseren alten Kurs und haben auch wieder die Genua etwas ausgerollt.
Wir befinden uns jetzt in Phase zwei von drei der Ueberfahrt. Die Nord-Phase ist abgeschlossen, jetzt heisst es Nordost fuer noch weitere ca. 700sm. Dann dritte Phase mit Ost. Im Osten von uns auf unserer Hoehe liegt langsam Los Angeles, aber natuerlich seeeehr weit weg.

2 Antworten zu “Passage-Log Hawaii – Seattle, Tag: 6”

  1. Thomas Husemann sagt:

    Liebe Elgard, lieber Klaus
    Man kann Euch jetzt auf Marinetraffic gut verfolgen, auch ohne Sat-Trackingabbo, das ich jetzt nicht mehr habe. Man sieht wie gut ihr an der Kante zwischen zwischen Flaute und Sturm segelt. Jetzt habe ich auch noch so eine technische Frage: Seit ihr mit der KW auf Marine- oder Amateurfunk unterwegs? Falls Amateurfunk: kennt ihr die Funkrunden von Intermar (14313 KHZ jeweils um 08:00 und 16:30 UTC auf deutsch, könnt ihr diese empfangen)? Ist der Service von Peter Mott so gut, dass wir ihn in unserem Verzeichnis der Wetterdienste mit aufnehmen sollten, ist er Kostenpflichtig?
    Weiterhin gute und sichere Fahrt, good watch and fair winds
    Thomas (MY Dionissima, z.Zt. in Venedig)

  2. Gunda sagt:

    Aloha liebe Elgard & lieber Klaus,
    Eure Logbuch-Einträge sind ja spannend! Fisch am Haken und eine Sturmmeldung. Ich kann Eure Position ausmachen. Ich denke, Ihr kommt gut voran seit Honolulu. Der Sturm wird Euch bestimmt in Ruhe lassen, damit Ihr Euren Fisch genießen könnt. 🐟 Es scheinen ja ein paar Schiffe auf Eurer Route gen Seattle unterwegs zu sein: You Never ‚Walk’/Sail Alone! Das beruhigt.
    Schiff ahoi – Gunda & Skip

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