Tag 10 der Atlantikueberquerung

Position: siehe Positionreport Log (bisherige Strecke):1361 Etmal (Strecke von 12.00 UTC bis 12.00 UTC): 157sm Reststrecke (bis Barbados): 689sm ETA (geschaetztes Ankuftsdatum und Zeit gem. MaxSea): 30.12.08 12.08 Uhr UTC Wassertemperatur: 23 Grad Anzahl gefangene Fische: 1 Anzahl verlorene Koeder: 1 Anzahl gesichtete Schiffe: 2
Eine eher schwierige Nacht liegt hinter uns, so ein Geschaukel! Heute haben wir noch vor dem Fruehstueck das zweite Vorsegel wieder setzen wollen, als der Ausbaumer, den wir hatten stehen lassen, runterkam. Darunter stand der Skipper. Zum Glueck erreichte der Ausbaumer seinen Kopf nicht, sonst wuerde sich dieser Bericht jetzt etwas verzoegern. Trotzdem Segel raus, etwas falscher Kurs und weiter gings. Fruehstueck und danach Reparatur und nun steht wieder alles in alter Pracht. Gestern schon hatte der selbe Ausbaumer einen Sicherungsstift aus einer Halterung getrieben. Es bestand das Risiko, dass er runterkommen wuerde, allerdings aus anderem Grund als heute Morgen. Heute war der Grund, dass wir ihn ueber Nacht haben stehen lassen und bei dem Geschaukel dauernd sehr viel Zug auf der Aufhaengung war, so dass die Nieten rausflogen. Im Nachhinein haben wir noch festgestellt, dass wir an Weihnachten gar nicht alleine waren. Wally der Wal war wohl immer um uns herum. Elgard hatte ja schon einen Wal bei Tageslicht des 24. gesehen, ich dann am Morgen des 25. Und gestern nun, just als wir mit dem Vorsegel beschaeftigt waren, schwamm ganz nah am Schiff wieder ein Wal vorbei. Natuerlich gingen wir sofort in Spaeherposition und sahen tatsaechlich einen Wal nach dem anderen von hinten ans Schiff heranschwimmen, vorbeiziehen und dann seinen weissen Bauch zeigen. Elgard meinte dann einmal, dass das doch immer wieder der gleiche Wal sei. Wenn er auftauchte konnte man auch tatsaechlich Kratzspuren auf dem Ruecken erkennen, die eindeutig waren. Da schwamm ein einzelner Wal immer um die September herum. Stunden vergingen und Wally war immer noch da. Unsere Theorie: Wally hat sich in die September verguckt. Da hat sich doch neulich auch ein echter Schwan in einen Pedaloschwan auf einem See verliebt. Wieso also nicht auch Wally in die September. Mittlerweile sind wir auch sonst nicht mehr so alleine. Nur wenige Meilen vor uns liegen die Como No und die Alvisa. Beide einige Tage vor uns gestartet (erstere 5 Tage frueher!) aber mit weniger Windglueck als wir. Heute ziehen wir dann wahrscheinlich an ihnen vorbei. Wir hatten mit beiden Funkkontakt und haben von Boris, einem Schweizer Crew-Mitglied der Alvisa, per email Gruesse an seine Mutter geschickt. Die wird sich freuen. Die Como No-Crew macht das uebrigens schon zum 12 Mal und noch die sei es so schlecht gewesen. Wir hatten da wohl ein anderes Wetter. Langsam sollten wir mal die Uhr etwas nachstellen, es bleibt abends jetzt lange hell und morgen dafuer lange dunkel. So kommt unser Tagesplan durcheinander. Das ist uebrigens kein Witz, wir haben die Tage etwas eingeteilt, die Strukuren verkuerzen einem die Zeit ein wenig. So sieht das dann aus, alles in noch nicht adjustierter Bordzeit = UTC-1: 08.00 Fruehstueck 11.00 Position eintragen fuer Etmal und emails fuer Positionreport, Logbuchupdate und andere 13.00 Mittagessen 15.00 Satelitentelefon einstellen 16.00 Kaffee und Kuchen, oder Fruechte etc. 17.00 Satelitentelefon wieder ausstellen + Funkrunde auf Kurzwelle mit Dirk von der Narid 18.30 Funkversuch mit Herbs Net wegen Wetterinfos (bisher meist erfolglos) 19-21 Apero, Nachtessen 21-22 Wache Elgard 22-02 Wache Klaus 02-06 Wache Elgard 06-08 Wache Klaus
ZWISCHENSTAND DER ANKUNFTSWETTE – DER WETTSCHALTER IST NATUERLICH NOCH OFFEN
Tage Ankunft Elgard 18 4.1.09, 12.00 Uhr UTC Klaus 16 2.1.09, 12.00 Uhr UTC Gerda und Juergen 14 31.12.08, 18.00 Uhr UTC Pierre 19 5.1.09 07.45 UTC Dagmar 22 8.1.09, 0840 Ortszeit Nicole B 14 31.12.08 11.30 UTC Guido K. 14 31.12.08 18.41 UTC Bernd 20 6.1.09 12.00 Uhr UTC

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