Von allem etwas

Der Tag begann mit Sonnenschein und endet mit Regen. Die etwas frischen Temperaturen verarbeiten wir am besten damit, dass wir in Zuerich sitzend uns wohl diese Frische wuenschen wuerden. Das klappt fuer ein paar Sekunden, mehr nicht.
Ansonsten hat der Tag das erste Blistersegeln gebracht. Vor herrlicher Kulisse zogen wir das groesste Segel hoch – was auch soviel wie Schwachwind bedeutet. Aber es hat ordentlich gezogen und viel Ruhe ins Schiff gebracht. Die Duenung der Nordsee ist bei wenig Wind fuer das Schiff und die Mannschaft muehsam.
Leider war das Vergnuegen von kurzer Dauer – 8sm. Dann kam der Windschatten der imposanten Kulisse ins Spiel. Leider stellte sich der Windschatten als permanent heraus und so tat der Motor wieder mal seinen Dienst.
Bei einem Faehruebergang dann noch ein Missgeschick: Die Faehere schoss knapp hinter uns durch, der Kapit winkte noch. Dann ein kurzes Surren an der Angel, die hinten ausgeworfen war. Dann war Ruhe und keine Spannung mehr auf der Schnur. Die Faehre hatte sie gekappt. Schoener Koeder auch weg. Spaeter haben wir die Flaute noch zum erfolglosen Pilken bei Stillstand genutzt. Zu Mittag gab es statt Fisch Spaghetti mit Lachssauce…
Dann aber: Blister ging wieder hoch, immerhin kam wieder etwas Wind auf. Und ein neuer Koeder kam an die Leine und ploetzlich surrte es wieder; diesmal keine Faehre weit und breit. Koennte also ein Fisch sein. Und tatsaechlich: ein 2kg, 60cm Bursche liess sich vom neongruen leuchtenden Koeder foppen und biss an. Wahrscheinlich wieder ein Pollak, den wir ja schon mal hatten und der uns gar nicht schmeckte. Doch diesen lassen wir nun eine Nacht ‚ziehen‘. So empfiehlt es unser Anglerbuch: fetten Fisch sofort verzehren, mageren erst nach einer Nacht. Mal sehen.
Ansonsten ging noch eine Ankerwinschkurbel ueber Bord und eine Waescheklammer. Auch sonst haben wir uns ein paar mal doof angestellt. Irgendwie nicht so unser Tag.
Morgen soll endlich mehr Wind und weiterhin aus guter Richtung kommen. Auch hier gilt: Mal sehen.

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