Wir ziehen es durch

24 Stunden nach Abfahrt liegen Curacao und Aruba bereits hinter uns. Wir haben uns zum Durchfahren entschieden. Es lief gerade gut und der Wetterbericht schaute auch nicht schlecht aus. Die Umrundung des noerdlichsten Punktes Suedamerikas (Punta Gallinas) gilt als anspruchsvoll (10 gefaehrlichste Passagen der Welt steht irgendwo). Die Wellen sind wegen der langen offenen See gegen Osten, woher meist der Passatwind blaest, hoch und in Kombination mit starken Stroemungen, die auch mal dagegen laufen koennen auch mal sehr hoch. Der Wind blies mit 25 bis gut 30 Knoten. Wir waren schon im zweiten Reff im Gross losgefahren und haben auf die Nacht hin die Genua stark reduziert. Das hat sich gelohnt und zu einer akzeptablen Fahrt bisher gefuehrt, auch wenn es wie immer bei achterlichem Wind schaukelt. Wir fahren daher einen Zickzackkurs, kreuzen sozusagen vor dem Wind.
Vor Aruba mussten wir uns durch einige vor Anker liegende Frachter und Tanker mogeln, mehr Erwaehnenswertes passierte nicht. In den ersten 24 Stunden versegelten wir fuer unsere Verhaeltnisse stolze 161sm, der zwischendurch bis zu 2.5kn starke Strom half uns dabei.
Mittlerweile hilft uns der Strom nicht mehr, im Gegenteil. Wir segeln mit z.T. um die 4kn, letzte Nacht waren wir noch doppelt so schnell.

16.00 Uhr: wir sind wohl nun in kolumbianischen Gewaessern! Noch fehlen ca 190sm zum Ziel in Santa Marta. Land sehen wir noch keines, wir sind zu weit von der Kueste weg. Es soll recht trocken sein. Spaeter wird es gruener und es erwartet uns mit der Sierra Nevada de Santa Marta das hoechste Kuestengebirge der Welt. Bei guter Sicht solle man Schnee in der Karibik sehen koennen.

Eine Antwort zu “Wir ziehen es durch”

  1. Raymond.dougoud@orange.fr sagt:

    Bien le bonjour Elgard et Klaus,
    Pas mal de temps s’est écoulé depuis notre rencontre à Trinidad.
    Je suis bien content de vous savoir en mer, finis les travaux … enfin les gros … pour ma part toujours pas de bateau mais je continue à me tenir informé du marché. Le Sandetie que j’étais venu voir est visiblement arrivé à Papeete but de leur voyage.
    Bon vent
    Raymond
    P.S. pourquoi pas deux ou trois phrases en français… 😉

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