Zwischen Georgetown und Morehead ums Cape Fear herum

Der Wind hat gedreht und so hat uns auch Georgetown mit dem Duft der Papiermuehle beglueckt. Wir sind aber etwas ins Landesinnere geflohen, da wir uns fuer eine Lichtinstallation in Brookgreen Gardens Tickets gekauft hatten. Da wir nicht sicher waren, wie man da hin und wieder weg kommt, sind wir mit den Velos los. Auf dem Hinweg haben wir aber den Bus nehmen koennen und auf dem Rueckweg Uber. So blieb uns das Radeln entlang einer stark und schnell befahrenen Strasse ohne Radstreifen erspart. Brookgreen Gardens ist die weltweit groesste Freiluftausstellung amerikanischer Skulpturen. Das toent, wie es immer so sein muss in den USA, erstmal nach etwas Grossem. Der Park ist auch gross und voller eher klassischer Skulpturen – Menschen und Tiere. Aber so imposant wie die Freiluftausstellung, die wir in Brasilien gesehen hatten, war das nicht. Dafuer war die Natur, vor allem die vielen grossen, praechtigen Baeume. Beim Eindunkeln kamen dann die Lichtinstallationen sehr schoen zur Geltung und verzauberten, z.T. untermalt mit Musik, den Park in eine mystische Maerchenwelt. Abgerundet wurde es dann noch von einem wahnsinnigen Konzert der Froesche, die sich in allen Springbrunnen und anderen Wasserinstallationen tummelten.
Gestern um 10 Uhr los mit ablaufender Flut. Und so legten wir die 12sm zum Meer sehr schnell zurueck. Dort reihten wir uns hinter Andy von der Ulalena ein, der mittlerweile auch aufgebrochen war. Mit ihm segeln wir nun gen Norden.
Anfaenglich war das Segeln sehr gut. Nachts um 2 Uhr war dann nur noch Schwell aber kein Wind mehr da, so dass wir wohl oder uebel motoren mussten. Vorher hatte sich uns noch ein Naturspektakel geboten: der Superblutmond. Wie auch in Europa beobachtbar, schob sich die Erde zwischen Mond und Sonne, so dass der Mond abgedeckt wurde und nur noch durch die Atmosphaere der Erde gefiltertes Restlicht von der Sonne abbekam. Das faerbte den Mond roetlich, nachdem er von hellstem Weiss langsam verdeckt wurde. Die Nacht war zum Glueck total wolkenlos. Ein faszinierendes Schauspiel.
Mittlerweile ist wieder etwas Wind da, so dass wir mit 4kn unserem Ziel, dem Absprungort fuer die Atlantikueberquerung, entgegenschaukeln.
Weiteres Naturspektakel noch auf dem Fluss: Unmengen von Bremsen, von denen viele den Weg vorbei am Totklatscher ins Schiffsinnere gefunden hatten und sich ab und zu in der Nacht und am Morgen bemerkbar machten, so dass das Morden an Bord weitergeht.

Eine Antwort zu “Zwischen Georgetown und Morehead ums Cape Fear herum”

  1. Rainer Ulmer sagt:

    Hallo Ihr,
    bei uns hat sich die Mondfinsternis (mit dem selben Mond) leider hinter einer Wolkendecke, und somit unbemerkt von uns, abgespielt. Aber ich glaube in 2028 bekommen wir ja wieder die Möglichkeit (zumindest in unseren Breiten).
    Bis dahin werden wir …
    LG
    Moni und Rainer

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